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| War der Märchenkönig schwul? |
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War der Märchenkönig schwul? Knapp 120 Jahre nach dem Tod Ludwigs II. muss sich nun die Justiz mit dem Liebesleben des «Kini» beschäftigen. Das Landgericht München I soll klären, ob der bayerische Märchenkönig ein homosexuelles Verhältnis zu seinem Oberstallmeister hatte, wie die «Abendzeitung» (Donnerstagausgabe) berichtete. Hintergrund des Streits ist den Angaben zufolge eine umstrittene Formulierung im Heimatbuch «Geschichte in Liedern - Eine Zeitreise durch die Oberpfalz», erschienen im Regensburger Verlag «buntehunde». In einem Kapitel schreibe der Schwandorfer Autor Alfred Wolfsteiner über die bayerischen Könige und erwähne in diesem Zusammenhang auch den damaligen Oberstallmeister des Märchenkönigs, Max Karl Theodor Graf von Holnstein, der später im oberpfälzischen Schwarzenfeld ein Schloss bewohnte. In einer Passage sei von einer «homophilen Verbindung Ludwig II. zu Holnstein» zu lesen, berichtete das Blatt. Diese Formulierung empfinde der Urenkel des Oberstallmeisters, Michael Siegfried Graf von Holnstein, als «Beleidigung höheren Grades» und verklage nun den Autor sowie den Verleger des Buches. «Man weiß ja um gewisse Züge von Ludwig II. - aber es geht auf keinen Fall an, dass mein Großvater da mit reingezogen wird», sagte er. Wenn das Zitat unwidersprochen bliebe, könne dies als Bestätigung der homosexuellen Neigungen seines Vorfahren gewertet werden, bemängelte der Urenkel Holnsteins. Das Verfahren beginnt dem Bericht zufolge am 28. September.
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Todesdrohungen für Gays in Pakistan Einem schwulen Paar, das als erstes Gay-Paar in Pakistan in einer traditionellen Zeremonie in einem kleinen Dorf geheiratet hat, wurde nun gesagt, dass sie Pakistan verlassen müssten. Sollten sie dieser Aufforderung nicht nachkommen, droht ihnen die Todesstrafe. Wie die indische "Times" berichtete, fand die Hochzeit in einem Dorf in der konservativen islamischen Region nahe dem berühmten Khyber Pass statt. Dem Bericht zufolge habe ein 42 Jahre alter afghanischer Mann sich in einen 16 Jahre alten Jungen aus dem Dorf verliebt. Der Mann hatte daraufhin dessen Familie eine Mitgift in Höhe von 40.000 Rupien angeboten, was ungefähr einer Summe von 650 Dollar entspricht. Die Familie hatte sein Angebot akzeptiert und die Hochzeit ausgerichtet. Die Verheiratung 16-Jähriger ist in Pakistan nichts ungewöhnliches, doch es war das erste Mal, dass ein Mann offiziell um einen anderen Mann anhielt und dies in einer traditionellen Hochzeit manifestiert wurde . Der Stammesälteste Millat Khan erklärte der "Times" in einem Interview: "Als ich auf die Hochzeit kam und feststellen musste, dass es sich hier um eine Gay-Hochzeit handelte, verliess ich das Fest ohne auch nur etwas gegessen zu haben." Der Stammesrat erklärte dann den beiden frisch Vermählten am Mittwoch, dass sie die Region sofort verlassen müssten, ansonsten würde man sie zum Tode verurteilen, weil sie laut Khan "alle religiösen und Stammes-Regeln" gebrochen hätten. In Pakistan steht Sodomie unter der Todesstrafe.
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Spanier fühlen sich mit Homoehe wohl Die Mehrheit der Spanier glauben, dass die konservative Oppositionspartei PP mit ihrem Einspruch gegen das Gesetz zur Homoehe beim spanischen Verfassungsgerichtshof einen Fehler begangen hat. In einer neuen Umfrage gaben 60 Prozent der Spanier an, nicht damit einverstanden zu sein. Nur 29 Prozent der Befragten unterstützen die Aktion der PP. Noch Ende September hatte die PP eine Verfassungsklage gegen das 3 Monate alte Homoehe-Gesetz eingereicht. Die Begründung: Das Gesetz sei illeagl. In den Wochen der Wahl, ob Homoehe oder nicht, hatte die PP zusammen mit der Katholischen Kirche einen Demonstrationsmarathon angestrengt, zu dem Tausende gekommen waren. Trotzdem wurde im spanischen Parlament im Juni für die Homoehe gestimmt, und das obwohl der Senat mit einer Mehrheit gegen die Homoehe war. Die PP hatte in das vom Senat eingesetzte Komitee, dass das Für und Wider einer Homoehe prüfen sollte, einen Psychologie-Professor der Katholischen Universität Madrid geladen, der Homosexualität als Krankheit beschrieb und behauptete, Kinder von homosexuellen Paaren würden mit höchster Wahrscheinlichkeit auch homosexuell werden. Die PP hatte vor dem famosen Sieg der sozialistischen Partei unter Jose Luis Rodriguez Zapatero im letzten Jahr die meisten Sitze im spanischen Parlament. Die neue Umfrage, die vom Institut Opina durchgeführt wurde, indiziert allerdings, dass die PP wahrscheinlich keine Chance mit ihrer Verfassungsklage hat, auch ein opportunes Verhalten gegenüber Gays dürfte in diesem Sinne in einem Wahlkampf nicht besonders dienlich sein.
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US-Amerikanische Priester opponieren Einige der US-amerikanischen Kirchenführer der Römisch Katholischen Kirche planen eine Reise nach Rom, um ihren Unmut über das Vatikan-Dokument, das homosexuelle Priester im Priesteramt verbietet, persönlich vorzutragen. Die Reise soll vor allem auch jene Priesteranwärter beruhigen, die durch die Veröffentlichung des Dokuments tief besorgt sind. Die Körperschaft der 250 US-amerikanischen katholischen Kirchenführer, zu denen auch die Franziskaner, Dominikaner und die Jesuiten gehören, hatte diesbezüglich einen internen Brief verschickt, der auch an die Tageszeitung "The New York Times" weitergeleitet wurde. Zwei Jesuitenführer hatten gar in einem Brief an ihre Priesterseminare erklärt, dass die sexuelle Orientierung eines Priesteranwärters im Orden der Jesuiten keine Rolle spiele, solange das Zölibat und die Keuschheit befolgt werde. "Wir werden niemanden verstossen", so Vater John Whitney, Führer des Jesuiten-Ordens in Oregon, dem 254 Männer in fünf US-Bundesstaaten unterstehen. Der Vatikan hatte an dem Dokument, das schwule Priesteranwärter verbietet, 10 Jahre lang gearbeitet. Nicht die Formulierung des Dokuments hat so lange gedauert, sondern die Diskussion darum. In Benedikt XVI. hat das Dokument nun seinen Vollender gefunden. Vater Paul Lininger, Vorsitzender er Körperschaft der US-amerikanischen Kirchenführer "Conference of Major Superiors of Men", hatte erklärt: "Das ist ein sorgenvoller Moment." Eigentlich war der Brief, den Lininger unterschrieben hatte, als vorerst geheimes Dokument an die US-amerikanischen Kirchenführer gegangen, um nicht "unnötige Feuer entstehen zu lassen". Viele katholische Kirchenführer befürworten allerdings das neue Dokument des Vatikans. Die einen begrüßen es als Reaktion auf die Missbrauchsskandale, die seit 2002 aufgedeckt wurden, andere begrüßen es im Allgemeinen, da so die Zahl pädophiler Priester reduziert werden würde. Ihr Argument: Das Dokument hat nichts mit den Skandalen zu tun, da man es bereits seit 10 Jahren diskutierte. Doch nichtsdestotrotz bleibt auch bei dieser Argumentation die Tatsache bestehen, dass hier homosexuelle Priester als Sündenböcke benutzt werden. Doch auch der Führer des Jesuiten-Ordens von New York, Vater Gerald J. Chojnacki, hat seine Priesterseminare davon unterrichtet, keinen Anwärter wegen seiner sexuellen Orientierung aus dem Priesterseminar zu entlassen. "Wir wissen, dass Gott nicht diskriminiert", so Chojnacki. "Wir wissen, dass homosexuelle Männer unserer Kirche genauso gut gedient haben wie andere Priester und Gläubige - warum sollten wir sie also aufgrund ihrer sexuellen Orientierung diskriminieren, jene, die Gott gerufen hat? Vater Chojnacki ist der Führer des größten US-amerikanischen Jesuiten-Ordens. Er umfasst 437 Männer. Über 15.000 Priester gehören weltweit dem katholischen Ordinariat an. Allein ein Drittel dieser Männer lebt in den USA.
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| Polen: Das Gespenst Homosexualität |
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Polen: Das Gespenst Homosexualität Kazimierz Marcinkiewicz. Wer ist das? Marcinkiewicz ist der neue Premierminister Polens. In einem gestern veröffentlichten Interview mit der polnischen Ausgabe des "Newsweek Magazine" erklärte er, dass Homosexualität etwas Unnatürliches sei. Ausserdem müsse der Staat intervenieren, wenn Homosexuelle versuchen würden, andere mit ihrem Verhalten zu infizieren. Kazimierz Marcinkiewicz wurde von seiner Partei, der nationalkonservativen Partei Recht und Gerechtigkeit (PiS), die die Parlamentswahl im letzten Monat für sich entschieden hatte, als zukünftiger Premierminister gewählt. Kazimierz Marcinkiewicz fährt nun die gleiche Schiene wie seine beiden Parteigenossen, die Zwillingsbrüder Jaroslaw und Lech Kaczynski. Lech Kaczynski ist der Bürgermeister von Warschau und hatte mit seinem Verbot des CSD und seinem schwulenfeindlichen Wahlkampf von sich reden gemacht. Kazimierz Marcinkiewicz hatte nun gestern dem "Newsweek Magazine" erklärt, dass Homosexualität eine Verletzung der Freiheit anderer Menschen konstituiere. "Homosexualität ist unnatürlich. Die Familie ist natürlich und der Staat sollte die Familie schützen." Marcinkiewicz ist ein gut inszeniertes Echo der Zwilingsbrüder. Marcinkiewicz: "Wenn solch eine Person versucht andere mit ihrer Homosexualität zu infizieren, dann muss der Staat bei solch einem Missbrauch von Freiheit intervenieren." Weiter führte der Mann seine Gedanken jedoch nicht aus. Marcinkiewicz erklärte jedoch weiter, dass er Menschen nach ihren Taten beurteile, nicht nach ihrer sexuellen Orientierung, wobei allerdings die Werbung für Homosexualität durch Paraden oder Kampagnen von Gayrechts-Gruppen für ihn inakzeptabel sei. Nach den polnischen Wahlen am 25. September formte die Partei Recht und Gerechtigkeit als stärkste Partei zusammen mit der liberalkonservativen Bürgerplattform (PO) eine Koalition, die nun die absolute Mehrheit im polnischen Parlament hat. In einigen Wochen wird diese neue Koalition die bisher linke Regierung ablösen. Und Warschaus Bürgermeister Lech Kaczynski wird am Sonntag für das Amt des Polnischen Präsidenten kandidieren. Er gilt als einer der gefährlichsten rechten Politiker Polens. Das es so weit kommen konnt, liegt nicht zuletzt an der geringen Wahlbeteiligung: Nur 39.2 Prozent der Polen gingen wählen. Der PiS-Vorsitzende ist Jaroslaw Kaczynski. Die Brüder Kaczynski sind für ihr rechtspolitisches Gedankengut und ihre ausgeprägte Homophobie bekannt. Lech Kaczynski hatte im Sommer in seiner Funktion als Bürgermeister von Warschau die CSD-Parade in der polnischen Hauptstadt verboten. Die beiden Brüder hatten den Homosexuellen im Land den Kampf angesagt und diesen Kampf zum zentralen Thema ihre Wahlkampagne hochstilisiert, was zu einer Welle der Gewalt gegen Homosexuelle in verschiedenen polnischen Städten geführt hatte. Trotz Verbotes hatten es sich viele Homosexuelle und deren Freunde nicht nehmen lassen, für ihre Rechte auf die Strasse zu gehen. Bei diesem verbotenen Protestmarsch in Warschau wurden sie von rechten Gegendemonstranten beschimpft und tätlich angegriffen. Als die Polizei den Homosexuellen zu Hilfe geilt war, unterstellte Lech Kaczynski der Polizei sogar die Bevorzugung Homosexueller. Nur ein paar Tage später war er der inoffizielle Schirmherr einer rechten Demonstration gegen Homosexuelle. Lech Kaczynski scheute sich anschliessend auch nicht gegen Homosexuelle in Wahlwerbespots zu hetzen. Die Angst vor willkürlichen Entscheidungen bei einem Wahlsieg der Kaczynski-Brüder und deren Partei Recht und Gerechtigkeit war seitdem unter den Homosexuellen des Landes angestiegen, die Gay-Organisationen hatten davor gewarnt und in diesem Zusammenhang eine massive Abwanderung Homosexueller aus Polen befürchtet. Diese Angst war nicht unbegründet, scheiterte doch der im letzten Jahr gestellte Antrag der Partei Recht und Gerechtigkeit auf die Wiedereinführung der Todesstrafe im Parlament nur knapp. Lech Walesa, der ehemalige Mentor der Kaczynski-Brüder, will die beiden heute stoppen: "Was die Kaczynski-Brüder tun, ist reine Demagogie."
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| US-Pfarrer mordet und erhängt sich |
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US-Pfarrer mordet und erhängt sich Wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet, hat gestern ein Richter in Wisconsin verkündet, dass ein katholischer Priester, den man erhängt aufgefunden und der offenbar Selbstmord begangen hatte, wahrscheinlich für den Mord an zwei Menschen verantwortlich ist. Eines der beiden Opfer musste wahrscheinlich sterben, weil es einen sexuellen Missbrauch durch den Priester aufgedeckt hatte. Der Richter erklärte, dass die Wahrscheinlichkeit sehr hoch sei, dass der katholische Priester Ryan Erickson im Februar 2002 zwei Männer in einem Beerdigungsinstitut getötet habe. Die Tageszeitung "Minneapolis Star Tribune" berichtete, dass sich der Richter bei dieser Aussage auf die erdrückende Beweislast der Staatsanwaltschaft bezogen hätte. Zu den Beweisen zähle auch, dass sich der Priester wahrscheinlich in mindestens zehn Fällen an einem Jungen vergangen habe. Im Beerdigungsinstitut in Hudson wurden der 39 Jahre alte Dan O'Connell und sein 22 Jahre alter Assistent James Ellison im Jahr 2002 tot aufgefunden. Der 31-jährige katholische Pfarrer Erickson erhängte sich im Dezember letzten Jahres kurz nach einem Polizeiverhör an einer Feuerleiter in Hurley. Staatsanwalt Eric Johnson erklärte, dass die Beweise nahe legen würden, dass O'Connell etwas über den Pfarrer herausgefunden hatte - wahrscheinlich den sexuellen Missbrauch von Jugendlichen, die er möglicherweise zuvor mit Alkohol gefügig gemacht hatte. Dieser Fall ist Wasser auf den Mühlen des Vatikans, der homosexuelle Priesteranwärter ab sofort ausschliessen will. Das Gesetz dafür wurde bereits unterschrieben und veröffentlicht. Das Verbot homosexueller Priester beschreibt der Vatikan als gezogener Konsequenz der Missbrauchs-Skandale, in die katholische Priester in den USA und in Europa verwickelt waren. Damit werden homosexuelle Priester als Sündenböcke für den Skandal verantwortlich gemacht, statt über das Naheliegende - das Zölibat in der katholischen Kirche - nachzudenken. In den USA sollen nun über 200 Priesterseminare nach möglichen homosexuellen Priesteranwärtern durchgeforstet werden.
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