USA erlaubt Einreise HIVpositiver Athleten
Die
US-Regierung, die normalerweise HIV-positiven Nicht-US-Bürgern die
Einreise in die Vereinigten Staaten verweigert, entschied, dass
HIV-positive Ausländer, die an den Gay Games in Chicago teilnehmen oder
diese auch nur besuchen wollen, in die USA zu diesem Zweck einreisen
dürfen.
Die
Regierung sicherte diesen Menschen einen so genannten "Designated Event
Status" zu, der ausschliesslich für die 7. Gay Games gilt, die vom
15.-22 Juli diesen Jahres in Chicago stattfinden werden. Allerdings
verpflichtet die US-Regierung die Einreisenden, ihre HIV-Infektion auf
den so genannten B2-Reise-Visa-Formularen anzugeben. Diese Formulare
sind bei den zuständigen US-Konsulaten im jeweiligen Land erhältlich.
Kathleen Webster, eine der Vorsitzenden der Internationalen Gay Games
Föderation, erklärte in einer Presseaussendung: "Viele Menschen mit
einer HIV-Infektion und anderen lebensgefährlichen Krankheiten haben
auf vergangenen Gay Games Rekorde und damit Maßstäbe gesetzt, und wir
freuen uns, dass nun alle Teilnehmer von ausserhalb der USA wieder ohne
Einschränkungen die Gay Games in diesem Sommer besuchen können."
Die Ausnahmeregelung gilt nur vom 8.-28. Juli. Das B-2 Reise-Visum wird
nicht im Reisepass auftauchen, sondern nur als spezielles Formular
diesem beigefügt werden, das bei der Ein-und Ausreise vorgelegt werden
muss. Wie man sich um ein solches Visum bemühen kann, wird in Kürze auf
der Website der Gay Games veröffentlicht werden (www.gaygames.com und
www.gaygameschicago.org).
Die Gay Games finden genau wie die Olympischen Spiele nur alle vier
Jahre statt. Die ersten Gay Games wurden 1982 in San Francisco
abgehalten. Damals nahmen 1350 Menschen daran teil. Später gingen die
Gay Games nach Vancouver, New York, Amsterdam und Sydney. In Sydney
waren es dann bereits 11.000 Menschen, die an den Spielen teilnahmen.
In Chicago werden etwa 12.000 Sportler aus 100 Ländern erwartet.

