Hotel in Mexiko schmeisst Schwule raus
Unter
körperlicher Gewaltanwendung wurde ein schwules Paar kurzerhand aus
einem Hotel im mexikanischen Los Cabos geworfen. Der Grund: Ein
schwuler Kuss im hoteleigenen Swimmingpool. Wie die Nachrichtenagentur
Reuters berichtet, habe der Hotelchef des InterContinental angeordnet,
die beiden Männer aus dem Pool zu holen, sie zu schlagen und sie samt
Gepäck auf die Strasse zu werfen.
Für
Gerardo Eliud und seinen Partner Samir Habdu war das ein Alptraum. Das
Strandressort von Los Cabos ist ein beliebtes Urlaubsziel für
amerikanische und kanadische Touristen. Das Pärchen, das allerdings aus
Mexiko Stadt kommt, hatte den Fall unmittelbar im Dezember bei der
Polizei angezeigt, nun ist das Vorkommnis sogar zum Thema im
mexikanischen Kongress geworden. Als linke Abgeordnete im Kongress die
Untersuchung des Falles forderten, wurden sie von der rechten Fraktion
im Abgeordnetenhaus angeschrien, dass dieses Thema nicht in den
Kongress gehöre. Eliud und Habdu hatten erklärt, das Hotel bewusst
ausgewählt zu haben, da das Mutterunternehmen einen sehr
gayfreundlichen Ruf habe. Ihrer Meinung nach sei der Kuss lediglich ein
diskretes Küsschen gewesen. Das Hotel wiederum behauptet, dass dieser
Kuss nichts damit zu tun habe, dass das Pärchen des Hotels verwiesen
wurde.
Gegenüber Reuters liess das Hotel erklären, dass es gayfreundlich sei,
aber die beiden Männer hätten anderen Gästen unangebrachte Avancen
gemacht. Eliud sagte Reuters allerdings, dass einer der
Sicherheitskräfte ihnen als Grund für den Rausschmiss folgendes genannt
hatte: "Wir mögen keine Schwuchteln." Das Paar will nun, dass die
Polizei die Sicherheitskräfte und das Hotel wegen Körperverletzung
anklagt. Ausserdem wollen die beiden Männer ihren Fall vor die
mexikanische Menschenrechtskommission bringen.

