Sir Ian McKellen erhält Goldenen Bären
Der
homosexuelle Schauspieler Sir Ian McKellen wird bei der diesjährigen
Berlinale, die vom 9. bis 19. Februar stattfindet, mit dem Goldenen
Bären für sein Lebenswerk geehrt. Ian McKellen erhält den Preis zu
recht. Er ist einer der Schauspieler, die sich nie auf einen
Rollentypus festlegen haben lassen.
Mc
Kellen ist großartig in Shakespeare-Adaptionen, in Komödien (wie
"Shadow und der Fluch des Khan"), in Action-Thrillern (wie "Last Action
Hero" mit Arnold Schwarzenegger) wie auch in kleinen unabhängigen
Filmproduktionen. Eigentlich ist McKellen Literaturwissenschaftler, er
studierte an der Cambridge-University, wo er auch seine Liebe zum
Schauspiel entdeckte. 1961 erhielt er seine erste Rolle, drei Jahre
später spielte er bereits auf den grossen Londoner Bühnen. Aber erst
1969 fand er zum Film ("Thank you all very much" von Warin Hussein und
"Alfred der Große - Bezwinger der Wikinger" von Clive Donner). Es
sollten dann allerdings noch 12 Jahre vergehen bis er über das
Fernsehen und den Broadway auf die Kinoleinwand zurückfand. Das war
1981. Seitdem war er immer wieder im Kino zu sehen: 1989 "Scandal" von
Michael Caton-Jones, 1983 "Last Action Hero", 1994 "Shadow und der
Fluch des Khan" von Russell Mulcahy. 1995 spielte Ian McKellen auf
grossartige Weise einen leidenschaftlichen Prediger in John
Schlesingers "Cold Comfort Farm", neben Kate Beckinsale. 1995 folgten
"Restoration - Zeit der Sinnlichkeit" von Michael Hoffman und Tim
Sullivans Tragikomödie "Jack und Sarah". McKellens Glanzstück bleibt
allerdings die Shakespeare-Adaption "Richard III.", die er nicht nur
koproduzierte, sondern auch mitschrieb.
1997 folgt "Bent" (1997) von Sean Mathias, ein Film über eine schwule
Liebesbeziehung im Berlin der 30er Jahre. Ian McKellen, der ja selbst
bekennender Homosexueller ist, unterstützte diesen kleinen Film mit
seiner Starpräsenz. Bill Condons "Gods and Monsters" kam genau wie "Der
Musterschüler" von B. Singer 1998 in die Kinos. Peter Jacksons "Herr
der Ringe: Die Gefährten", "Die zwei Türme" und "Der Herr der Ringe -
Die Rückkehr des Königs" verschafften Ian McKellen noch einmal einen
glanzvollen Auftritt.

