70.000 HIV-Neuinfektionen in China
In
China haben sich im vergangenen Jahr 70 000 Menschen neu mit der
Immunschwächekrankheit Aids angesteckt. Damit leben in der
Volksrepublik heute rund 650 000 Menschen mit dem HIV-Virus.
Dies berichteten das Gesundheitsministerium, die Weltgesundheitsorganisation (WHO) und das UNO-Programm UNAIDS in Peking.
In ihrem Bericht wurde die Gesamtzahl der geschätzten Infektionen wegen
besserer Erhebungen von bisher 840 000 auf 650 000 nach unten
korrigiert. Es gebe aber keine Anzeichen, dass die Ausbreitung der
Aids-Epidemie in China zurückgehe.
Vielmehr verbreite sich die Krankheit jetzt nicht mehr vor allem in
Hochrisiko-Gruppen, sondern zunehmend auch in breiten
Bevölkerungsschichten aus. Hauptursachen für Aids-Infektionen in China
seien ungeschützte Sexulakontakte und das Spritzen von Drogen.

