Gay-Sex-Skandal im Britischen Parlament
Mark
Oaten, britischer Parlamentarier für die Liberalen Demokraten, hat sein
Amt niedergelegt, nachdem am Wochenende bekannt wurde, dass er eine
aussereheliche Beziehung mit einem männlichen Prostituierten hatte.
Die
Liberalen Demokraten sind die drittstärkste Partei in Grossbritannien.
Nach den Terroranschlägen im Juli 2005 in London wurde Mark Oaten zu
einem prominenten Politiker. Er kritisierte unter anderem die
Machenschaften in den eigenen Parteireihen, nun steht er selbst mit
negativen Schlagzeilen im Rampenlicht. "News of the World" hatte über
die homosexuelle Affäre des Politikers berichtet und ein Interview mit
dem 23 Jahre alten Stricher präsentiert, der bestätigte, dass Oaten ihn
sechs Monate lang regelmässig gebucht hatte.
Oaten reagierte sofort und veröffentlichte folgendes Statement: "Ich
möchte mich entschuldigen für Fehler im Beurteilungsvermögen meines
persönlichen Verhaltens und für die dadurch hervorgerufenen
Peinlichkeiten, der meine Familie nun ausgesetzt ist, wie auch meine
Freunde, meine Wähler und meine Partei."
Mark Oaten ist verheiratet und hat zwei Kinder. Laut der britischen
Gay-Organisation sei Oaten jedoch nicht der einzige Homosexuelle bei
den Liberalen Demokraten. Nur Stephen Williams (Bristol West), auch ein
Parlamentsmitglied, lebe seine Homosexualität offen. Neben den Grünen
sind die Liberalen Demokraten die Partei in Großbritannien, die als
pro-gay gilt.

